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Weshalb manche Journalisten so gut den Weg ins Internet finden – und andere gar nicht

Sollen erfahrene Print-Redakteure plötzlich fürs Netz schreiben, kommen sie oft ins Grübeln. Sollen sie für ihre Redaktion bloggen, kommen viele in ernsthafte Schwierigkeiten.

Weshalb manche Redakteure, die bisher ausschließlich für gedruckte Zeitungen oder Magazine geschrieben haben, oft so schlecht den Weg ins Internet finden – und andere wiederum nicht – lässt sich an einer für das Bloggen wichtigen Fähigkeit festmachen: Lust am Gespräch, kombiniert mit Interesse am Zuhören.


Die Freiheit und die Möglichkeiten, die man als Blogger hat, sprechen nicht jeden an, der sich gerne schriftlich ausdrückt. Doch die Liebe zum Gespräch mit Anderen ist dabei unverzichtbar und ein wichtiger Bestandteil des Prinzips „Blog“ – wie dem des Internets überhaupt.

Wer alle Anworten vorher liefert ist nicht nur ein ziemlich guter Journalist, er erstickt auch jegliches Gespräch im Keim. Ein gut recherchierter Artikel, der keine Fragen mehr offen lässt, kann im Printmedium ein Juwel sein, als Blogpost aber ein Blindgänger – denn wer einen Aspekt in möglichst viele Richtungen zu Ende denkt, sorgt nicht unbedingt für Gesprächsstoff, sondern schlimmstenfalls für ungeteilte, schweigende Zustimmung unter den Lesern.

Welchen Nerv hat ein Autor mit einem „Konsensartikel“ getroffen?

Ein Blogpost kann innerhalb von fünf Minuten entstehen und doch über Jahre hinweg für Diskussionen und Kommentare sorgen, die zusammengenommen erhellender sein können als der hundertprozentige Zeitungsartikel, der sowieso bald beim Altpapier liegt. Doch ausgebildete Redakteure wollen alles andere als auf den Missing Link in ihrem Print-Artikel aufmerksam gemacht werden, an dem sie wochenlang gefeilt haben. Nun, genau diese Aufmerksamkeit ist in Millionen von Blogs an der Tagesordnung.

Oder anders gesagt: Warum über etwas anderes schreiben als über etwas, dass neue Meinungen auf den Plan (also ins Kommentarfeld) ruft? Vielleicht ist ein „Konsensartikel“ einfach nur der Artikel über ein Thema, für das sich kaum jemand interessiert? Einer Meinung bedeutet keine Meinung. Welchen Nerv hat der Autor dann überhaupt noch getroffen? (Das nur mal als Stütze für die richtige Selbsteinschätzung.)

Gespür für das Tagesgespräch

Schreiber, die die Vorzüge eines Blogs erkannt haben, sind oft auch diejenigen, die nach dieser Möglichkeit insgeheim immer verlangt haben: einen im besten Fall hochkommunikativen Kanal mit einzelnen Ideen zu füttern, die noch nicht ganz fertig aber doch interessant genug sind, um eine Diskussion zu starten. Idealerweise natürlich mit Gespür für einen Aspekt, nach dem das Tagesgespräch verlangt.

In einem Thema drin sein, das genug Leute bewegt, und etwas dazu beisteuern, dass ein Gespräch entstehen lässt, ist im Internet immer noch das wichtigste Thema. Der Effekt ist wie oben beschrieben nicht vergleichbar mit dem eines Zeitungsartikels. Deshalb sollte der bloggende Journalist seine Argumentationskette lieber halboffen halten als bis in die Abendstunden an der Schlüssigkeit zu feilen. (Und bitte: Blogs sind keine Tagebücher!)

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