B2B Content Marketing

Über digitale Kommunikation für Unternehmen und Marken

Durch Content Marketing zum Gesprächsthema werden

Dr. Johann August Unzer, Mediziner und Networker.

Hätte Dr. Johann August Unzer eine Unternehmens-Website betrieben, sie wäre ein lebhafter Ort gewesen. Der praktizierende Arzt aus Altona war Herausgeber der bekannten medizinischen Wochenschrift „Der Arzt“ und Verfasser unzähliger medizinischer, philosophischer sowie früher psychologischer Abhandlungen. Sein Haus war ein Zentrum der Altonaer Gesellschaft. Auf dem Gemälde von Johann Jacob Tischbein, das mir bei einem Besuch im Deutschen Medizinhistorischen Museum in Ingolstadt auffiel, inszeniert er sich als gut vernetzter, gelehrter Mediziner und Autor. Um ihn herum Briefe von Kollegen, seine Hand ruht auf seinem eigenen Bestseller: „Der Arzt“ erschien 1759 bis 1764 auch als zwölfbändige Buchausgabe.

Unzer widmete sich Themen, die in der medizinischen Welt des 18. Jahrhundert intensiv diskutiert wurden. So verfasste er zum Beispiel „De sternutatione“, eine Abhandlung über das Niesen. Oder schrieb seine „Gedancken vom Einfluß der Seele in ihren Körper“ nieder. Auch zu dieser wollten brennende Fragen beantwortet werden.

Um Antworten zu bekommen, muss man seit der Erfindung der Suchmaschine weder einen Experten konsultieren, noch anrufen oder einen Brief verschicken, die Antwort kommt heute innerhalb von Sekundenbruchteilen frei Haus auf den Bildschirm.

Google mag hochwertigen Content
Durchdachtes Content Marketing für Unternehmen macht von den neuen Möglichkeiten der Antwortsuche Gebrauch. Eine Unternehmens-Website wird dabei nicht auf Produkte sondern auf Themen hin optimiert. Was dafür spricht: Google mag mehr und mehr „hochwertigen“ Content, der Antworten liefert und vernachlässigt inzwischen veraltete
-Praktiken wie die Keyword-Dichte.

Doch mit einer einmaligen Content-Erstellung ist es nicht getan. Die Aktualität der Inhalte ist wichtig, User wie Suchmaschinen schätzen frischen Content. Das können Texte, Bilder, Infografiken oder Video-Clips sein. Eine Interaktion mit einer grafisch ansprechenden Oberfläche ermöglicht beispielsweise einen spielerischen Einstieg in eine Thematik, ist bei komplexen Sachverhalten sehr zu empfehlen und erzeugt eine hohe Verweildauer der Besucher.

Know-how schafft Themen
Rückt man die Bedürfnisse der Kunden in den Mittelpunkt, steigt deren Vertrauen in die Marke enorm, was automatisch zu mehr Verkäufen führt. Gerne zitiert wird die Erfolgsgeschichte von Schwarzkopf: Die hauseigene Website wurde völlig umgekrempelt und kommt seit Anfang 2011 wie eine Themenportal im Stile von Vogue oder Madame daher. Voll mit Themen rund ums Haar – und seitdem mit traumhaften Zugriffszahlen.

Die Ingenieur-Blogs von Indium, einem Entwickler und Hersteller besonderer Legierungen für die Bauteilherstellung, zeigen wie man im B2B-Bereich hochwertigen Content schaffen kann. Indium hat erkannt: Das Know-how ihrer Mitarbeiter und ihres Netzwerks ist das Content-Kapital der Firma.

Damit gute Inhalte entstehen, müssen im Unternehmensalltag Marketing, PR und Vertrieb eng zusammenarbeiten. Die Vertriebsmitarbeiter kennen die Bedürfnisse ihrer Kundschaft genau, die PR-Abteilung entwickelt darauf ausgerichtet die Themen, das Marketing bereitet die Inhalte den unterschiedlichen Formaten entsprechend auf und kennt die bestmöglichen Kanäle für deren Verbreitung.

Einmal platzierte Inhalte „arbeiten“ im Netz rund um die Uhr
Viele Unternehmen scheuen den hohen Zeitaufwand für die Produktion der Inhalte. Nichts für Ungeduldige: Die Maßnahmen greifen nicht sofort, sondern bauen die Reputation des Unternehmens Stück für Stück auf. Da die Inhalte jedoch nach der Platzierung rund um die Uhr für das Unternehmen arbeiten, sind die Erfolge schneller zu sehen und wirken viel länger als beispielsweise bei gedruckten Kundenmagazinen.

Dr. Johann August Unzer schlug Zeit seines Lebens Angebote, als Professor in Kopenhagen oder Göttingen zu lehren, aus. Seine Veröffentlichungen fanden viel Beachtung und haben seinen Ruf als Experte auf seinem Gebiet gefestigt. Gut zahlende Patienten hatte er sicher genug.

Content Marketing ist in diesem Sinne nichts Neues. Für ein Unternehmen ist es jedoch heute viel einfacher, mit seiner Zielgruppe in Verbindung zu treten. Brachte man früher seine Nachricht ausschließlich in Werbepausen unter, die die Kundengespräche unterbrachen, kann man heute an den Gesprächen teilnehmen. Wer das verstanden hat, macht mit cleverem Content Marketing Vorschläge, in welche Richtung sich die Unterhaltung entwickeln kann.

Bernhard Lermann betreut für Lermann Public Relations Kunden aus den Bereichen Halbleiter, Industrie-Elektronik, Logistik, IT und Mittelstand. Er konzipiert Storylines für Content Marketing-Strategien und für Unternehmensfilme und schreibt regelmäßig Fachbeiträge für Firmen aus seinen Kernbranchen. Abonnieren Sie hier seine Blogbeiträge.

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