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Mehr als 25 Hotels in nur 6 Monaten: Vivere Stays startet mit apaleo durch

Im Oktober 2020 starteten apaleo und Vivere Stays gemeinsam ein Pilotprojekt mit dem Hotel Bohemia by Vivere Stays in Berlin. Innerhalb der ersten drei Wochen verzeichnete das Hotel eine Verfünffachung des Umsatzes und damit war der Weg geebnet für eine erfolgreiche Partnerschaft. In den ersten 6 Monaten hat das Unternehmen 25+ Hotels unter Vertrag nehmen und durchschnittlich um die 75% Auslastung in seinen Häusern gewährleisten können.

Case Study & Interview von Bernhard Lermann, im Auftrag von apaleo

Vivere Stays ist ein junges Tech-Unternehmen, das die Nische der Digitalisierung kleinerer und mittlerer unabhängiger Hotels füllt. Sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Umsätze dieser Hotels werden durch den Einsatz innovativer Technologien maximiert. Derzeit betreibt Vivere Stays mehr als zwei dutzend Hotels unter dem Gruppennamen “by Vivere Stays” von den Standorten Barcelona, Madrid, Stuttgart und Berlin aus. Dabei werden alle Umsatz-Tätigkeiten der Hotels mit Hilfe von innovativen Technologien übernommen – bis auf den Gästekontakt. Der bleibt in der Verantwortung der Hotels. 

“Wir konnten Notverkäufe einiger Hotels vermeiden!” – Erfolg trotz Pandemie

Das schnelle Wachstum und der kontinuierliche Erfolg ist zum einen auf den digitalen Tech-Stack zurückzuführen. Der vielschichtige europäische Markt verlangt nach hochflexibler Technologie, die vollständig lokal angepasst werden kann. Für Marken mit einer Globalisierungsstrategie stellt dies oftmals ein Hindernis dar. Zum anderen ist der Erfolg auf die langjährige Industrie-Erfahrung der einzelnen Teammitglieder zurückzuführen. Das erfahrene Team hinter Vivere Stays entdeckte eine Marktchance mit kleineren unabhängigen Hotels. Diese haben in der Regel weder die Ressourcen, um hochqualifizierte Mitarbeiter einzustellen, noch verfügen sie über das Know-How hinsichtlicher innovativer Technologien. Daher verdrängen immer mehr große Häuser/Ketten die kleinen Hotels aus den Städten. In der Pandemie zeigt sich dieser Effekt verstärkt.

“Wir sind nicht nur in der Pandemie erfolgreich gestartet, sondern wir haben auch Notverkäufe einiger Hoteliers vermeiden können – und darauf sind wir besonders stolz. Wir konnten die im Markt bestehende geringe Nachfrage entsprechend in unsere Hotels kanalisieren. Ein Mittelklassehotel hat innerhalb des ersten Monats der Zusammenarbeit seine Anzeigen auf diversen Immobilien-Plattformen einen Monat nach Beginn der Zusammenarbeit heruntergenommen und ist Stand heute weiterhin ein zufriedener Kunde.”, sagt Murshil Ünver, CEO und CoFounder von Vivere Stays.

“In Spanien müssen wir zudem einige rechtliche Anforderungen erfüllen, die es in anderen europäischen Märkten nicht gibt. Beispielsweise die Verpflichtung, Gästedaten an lokale Behörden weiterzugeben. Auch diese Herausforderung konnten wir mit Hilfe der App-Store von apaleo lösen. Dort fanden wir ChekIn, ein innovatives spanisches Unternehmen, das den Gastaufenthalt digitalisiert und dabei die lokalen Anforderungen erfüllt”, sagt Berta Vilardell, Ex-Booking.com und CoFounder von Vivere Stays und in Barcelona ansässig.

Technologie – made in Europe

Das Team verwaltet alle Aspekte der Preisgestaltung, des Vertriebs und der digitalen Transformation. Die erstklassigen Technologien sind alle made in Europe. Das Vivere Stays Business-Intelligence Team verwaltet die hauseigenen dynamischen Pricing-Tools. Mit hilfer künstlicher Intelligenz werden die Zimmerpreise mehrmals täglich angepasst, um den höchstmöglichen Umsatz zu jeder Tageszeit zu generieren. Mit apaleo und der apaleo-App-Store hat das Team Zugriff auf zahlreiche spezialisierte Apps und kann je nach Bedarfsfall die Hoteliers entsprechend ausstatten.

“Technologie ist ausschlaggebend für unseren operativen Erfolg. In manchen Hotels haben wir beispielsweise mit der CODE2ORDER-App – und ihrer Online Check-in Funktion – die Öffnungszeiten der Rezeptionen der Nachfrage entsprechend anpassen und teilweise reduzieren können. In der Pandemie kann so ein einfacher Schritt schonmal entscheidende Auswirkungen auf die Profitabilität eines Betriebes haben. Für uns ist es wichtig, auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Hotels einzugehen, um ein authentisches, lokalisiertes Produkt anzubieten. Dank der Plattform können wir jede neue Situation schnell bewerten und umgehend handeln”, fügt Ünver hinzu.

Ein Wachstum, das so nur mit dem Multi-Property-Setup von apaleo möglich ist

Die Cloud-Plattform apaleo ist kein “geschlossenes” Property Management System (PMS), sondern eine echte Plattform die sie nicht mit einem herkömmlichen PMS vergleichen lässt.  Denn zusätzlich zu den üblichen Funktionen der Hausverwaltung wie beispielsweise Ratenverwaltung, Reservierung, Buchhaltung und Inventarisierung – basiert die apaleo-Plattform technisch auf einer API-First-Architektur. Hospitality-Apps können sofort mit der apaleo-Schnittstelle verbunden werden und es stehen offene APIs für unbegrenzte Anpassungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Geschwindigkeit, mit der Vivere Stays wächst, ist nur durch das schnelle Multi-Property-Setup von apaleo möglich. Der „Clone“-Button ermöglicht es, Konfigurationen von existierenden Betrieben direkt auf neue zu übertragen und gleichzeitig lokale Anpassungen von einzelnen Häusern wie z.B. Zimmern, Zimmertypen oder Preisen vorzunehmen. apaleo bietet eine einzige Benutzeroberfläche für die übergreifende Verwaltung der Prozesse einer Gruppe als auch die Verwaltung der einzelnen Betriebe.

„Vivere Stays ist das perfekte Beispiel dafür, was apaleo als ’neues innovatives Konzept‘ für die Verwaltung von Immobilien-Betrieben bezeichnet. Es ist bestens in der Lage, individuelle Lösungen zu bieten und schnell zu reagieren. Hotels, die dringend eine Digitalisierungsstrategie und eine Management-Dienstleistung benötigen werden so entsprechend unterstützt”, sagt Philip von Ditfurth, Gründer von apaleo. „Während  Vivere Stays weiterhin um durchschnittlich 50% im Monat wächst, werden wir auch in Zukunft die skalierbare Plattform und die Flexibilität bieten, um die Anforderungen der Lokalisierung zu erfüllen.“  

Interview mit Murshil Ünver von Vivere Stays

Murshil Ünver, CEO und Gründer von Vivere Stays, über die rasante Wachstumsphase seines Unternehmens, die Skalierbarkeit und den Weg vom Onboarding der ersten Immobilie innerhalb einer Woche bis zum Betrieb von derzeit über 25 Objekten. 

Vivere Stays ist ein Anbieter von Unterkünften mit einem neuen Konzept, der mit seiner schnellen Expansion während der Coronavirus-Pandemie in Deutschland und Spanien Wellen schlägt. Innerhalb der ersten 6 Monate konnten sie bereits über 25 große und kleine Hotels akquirieren. Ihre Erfolgsgeschichte soll unabhängige Hoteliers, die wohl am härtesten von der Krise getroffen sind, ermutigen und Perspektiven für die Zeit nach der Krise bieten. Steigen wir direkt in das Gespräch ein:

Gehen wir doch erstmal zurück zum Beginn. Kannst Du etwas mehr über die Anfänge von Vivere Stays erzählen und wie alles begonnen hat?

Murshil Ünver (Vivere Stays): Das Gründungsteam besteht aus Berta Vilardell (ehemalige Head of Revenue, OyO Europe), Mauricio Lezama (ehemaliger Head of Sales, OyO Spanien) und mir (GF, OyO Deutschland). Wir haben uns bei OyO kennengelernt, einem indischen Unicorn, das sich im Hinblick auf die Anzahl der Hotels schnell zur weltweit drittgrößten Hotelgruppe entwickelt hat und damals einen Marktwert von über 10 Mrd USD hatte.

Wir drei hatten zwei Dinge gemeinsam: Wir glaubten tatsächlich an das Geschäftsmodell und wir wollten unseren Partnerhotels helfen, sich gegen die steigende Konkurrenz im Markt zu behaupten. Darüber hinaus sind wir auf Augenhöhe. Wir haben gemeinsam und gegenseitig Vertrauen aufgebaut und das Arbeiten miteinander hat uns Spaß gemacht. Daher betrachten wir uns auch, einschließlich unserer Hoteliers, als kleine Familie.

Anfang 2020 saßen wir dann zu dritt in einem der schönen Hipster-Cafés in Berlin – und überlegten und spielten die Idee durch, das Geschäftsmodell an die westlichen Standards und Anforderungen anzupassen. Der Entschluss war gefasst. Und weil wir alle wertvolle Erfahrungen, sowohl aus der Hotelindustrie, anderen Tech-Unternehmen (Booking.com, Google, etc.) als auch aus eigenen Gründungen mitbringen, sind wir nicht überrascht, dass wir bereits im ersten Jahr OyO in Deutschland und Spanien überholt haben.

Wie hat sich die schnelle Expansion auf das Team ausgewirkt? 

Murshil: Wir sind etwa zehn Personen. Die schnelle Expansion hatte kaum Einfluss auf die Größe des Teams, da wir dies mit einer erstklassigen Technologie wie apaleo kompensiert haben. Die Skalierung hatte also nur geringfügige Auswirkungen auf die Kosten. 

Was ist Deiner Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg für die schnelle Expansion? 

Murshil: Es ist unmöglich, das auf einen Aspekt zu reduzieren. Ich würde sagen, abgesehen von der DNA des Teams, ist es die Branchenkenntnis, das Vertrauen und die Harmonie, kombiniert mit unserem Tech-Stack. Wenn man sich unsere Services anschaut, sind wir in der Lage, die ganze Palette an Tools wie dynamische Preisgestaltung, Vertrieb, digitale Transformation und innovative Ansätze hinsichtlich der Steigerung der Umsätze zu bieten. So helfen wir Hotels, ihre Ziele zu erreichen und ihre Geschäftsabläufe und Reputation stetig zu verbessern. 

Konnte man diese Verbesserung nach der Übernahme eines Hotels bereits feststellen? 

Murshil: Auf jeden Fall – wir sind unglaublich stolz auf die KPIs, die wir erreichen. Erstens haben unsere Häuser trotz der Pandemie eine Auslastung von über ~75% – eine Kennziffer, von der die meisten Hotels in diesem Bereich nur träumen können. Zweitens konvertieren wir 30% unserer Gäste in wiederkehrende zufriedene Kunden. Parallel dazu verbessern sich die Bewertungen unserer Hotels direkt im Anschluss an die Zusammenarbeit bereits deutlich. Darüber Hinaus verzeichnete unser erstes Haus in Deutschland, das Hotel Bohemia by Vivere Stays, innerhalb der ersten zwei Wochen nach der Partnerschaft eine Umsatzsteigerung von 500%. 

Jedes Hotel von Vivere Stays ist ein Vertrauensbeweis und zeigt den Mehrwert, den wir bieten. Es ist eine Win-Win-Win-Situation. Die Abwanderungsrate liegt derzeit bei null – und das wollen wir auch so beibehalten. Jedes Hotel wird behandelt wie ein Teil der Familie.

Schön, dass man den Erfolg auch in Zahlen deutlich sehen kann. Gibt es denn einen bestimmten Immobilientyp, der für euch in Frage kommt?

Murshil: Wir verwalten Budget-Hotels verschiedener Größen und Formen. Wir haben sogar ein neu eröffnetes Design-Motel aus Frachtcontainern (Motel Home Berlin by Vivere Stays) sowie 3-Sterne Hotels mit 160+ Zimmern. Unser Hauptaugenmerk liegt jedoch auf Hotels mit weniger als 100 Zimmern und 3-Sterne oder weniger.

Wir haben ambitionierte Pläne, unsere europäische Expansion so organisch wie möglich fortzusetzen. Als weitere Märkte folgen bald unter anderem Portugal, Italien und die Benelux-Länder. Dabei achten wir natürlich besonders darauf, dass wir nicht die selben Fehler begehen, die wir mit einer unflexiblen, globalen Brand erlebt haben. Das ist uns sehr wichtig – daher rührt auch die Affinität zu westlicher Technologie aus Europa, die sich mit unserer Wachstumsstrategie deckt!

Du hast uns bisher einen guten Einblick verschafft. Kannst Du vielleicht noch etwas mehr ins Detail gehen, was Eure Zukunftspläne angeht?

Murshil: Wir haben in Rekordzeit aufgezeigt, dass es funktioniert. Wir wachsen weiterhin monatlich um 50% – in beiden Märkten. Daher werden wir bald in zwei weiteren Märkten präsent sein. Im Kern,  wollen wir die Zahl der glücklichen Hoteliers und glücklichen Gäste steigern. Alle wollen und sollen während der Pandemie geschützt und gesund bleiben und gestärkt aus ihr hervortreten. Die Einhaltung der Hygienemaßnahmen in unseren Hotels ist der Schlüssel für unser zukünftiges Wachstum – auch nach Covid. 

Murshil Ünver
Nach seinem Abschluss an einer renommierten Business Schools in Deutschland und ersten Erfahrungen bei Google gründete Murshil zusammen mit seinen Brüdern sein erstes Start-up im Bereich Recruiting. Vier Jahre später hatte das Unternehmen erfolgreich eine Teamgröße von 50 Mitarbeitern erreicht. Während seine Brüder an Bord blieben, bekam Murshil dann das Angebot, sich einem wachstumsstarken Start-up anzuschließen und verantwortete den Markteintritt von OyO in Deutschland. Bereits in den ersten vier Wochen rekrutierte er starke Talente aus der Hotelbranche und gewann zahlreiche große Hotels für seine Vision – und positionierte Deutschland als schnellsten wachsenden Markt unter 20 etablierten Ländern. Vivere Stays ist Murshil’s drittes großes Projekt bereits mit Anfang-30. Er ist davon überzeugt, dass das OyO-Geschäftsmodell mit dem richtigen Anspruch, westlicher Arbeitsethik und Technologie vielversprechend ist – und allen Beteiligten einen Mehrwert bietet: Den Hoteliers und auch den Gästen.

Über apaleo
apaleo ist die offene Software-Plattform für die Hotellerie, die es jedem Betrieb ermöglicht, sich einen individuellen Technologie-Stack mit Property Management und integrierten Zahlungssystemen sowie kostenloser Integration von Drittanbieter-Applikationen und Inhouse-Lösungen zusammenzustellen. Basierend auf der Infrastruktur von apaleo kann jedes Hotel das ideale Gästeerlebnis und die optimale Mitarbeitererfahrung verwirklichen. Erfahren Sie mehr unter www.apaleo.com/de 

Veröffentlicht durch folgende Fachmedien:

hotelier.de
tophotel.de
hospitalitynet.org

HOTEL+TECHNIK, Ausgabe 4-21: